Bericht zum Gespräch mit dem design. Vorsitzenden der NTP Review Konferenz 2026 Botschafter Do Hung Viet
Anisa Özsatmaz, Medizinstudentin und Klaus Renoldner, eh. Vorsitzender der IPPNW Österreich hatten nach einem persönlichen Treffen mit Botschafter Viet im Herbst nun die Möglichkeit, ihn erneut zu treffen. Beim Online Termin am 19. März konnten sie ein Schreiben aller IPPNW Sektionen übergeben.
Angesichts der bevorstehenden 11. Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrages in New York und im Rahmen der kontinuierlichen Bemühungen der IPPNW um atomare Abrüstung und die Gefahren eines Atomkrieges, fand die Vorstellung dieses Position-Papers vor Ambassador Viet statt. In einer Zeit, in der das Vertrauen in die nukleare Abrüstung durch das Auslaufen von New START und zunehmende geopolitische Spannungen (Iran- und Ukraine Krieg) massiv unter Druck steht, ist die Einbringung der humanitären Perspektive dringender denn je.
Die Kernpunkte der Forderungen wurden besprochen, nämlich:
- Die Humanitarian Impacts of Nuclear Weapons (HINW) wie auch das wegweisende Ergebnis der Konferenz von 2010 sollen von den Vertragsstaaten bekräftigt werden.
- Wir appellierten an die Vertragsstaaten, Praktiken wie das „Nuclear Sharing“, die Stationierung fremder Arsenale sowie die fortgesetzte Reinvestition in nukleäre Waffensysteme kritisch zu hinterfragen und abzulehnen.
- Die IPPNW forderte im Lichte der rasanten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz eine strikte Trennung von KI und sämtlichen Bereichen der nuklearen Befehls- und Überwachungsstrukturen.
- Die Vertragsstaaten sollen den 2021 in Kraft getretenen Vertrag zum Verbot von nuklearen Waffen (TPNW) anerkennen und sich mit diesem beschäftigen. Alle NPT Vertragsstaaten sollten beim nächsten TPNW RevCon (30. November – 4.Dezember in NYC) teilnehmen und den Vertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt unterzeichnen.
- Es bedarf konkreter, zeitlich festgesetzter Abrüstungsmaßnahmen der P-5, um die Glaubwürdigkeit des NPT als Mittel zur dauerhaften Friedenssicherung zu retten.
Die Studentenvertreterin Anisa betonte im Gespräch, dass die jüngeren Generationen jegliche Folgen eines Atomkrieges nicht nur ertragen, sondern auch mit sich tragen werden. Besonders junge Menschen im Gesundheitssystem werden bei einem Konflikt an vorderster Front stehen, weshalb die Unfähigkeit von globalen Gesundheitseinrichtungen, auf einen nuklearen Konflikt zu reagieren diskutiert werden muss. Abrüstung ist eine Public Health – Notwendigkeit, somit ein grundlegendes Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung.
Der Ambassador ermutigte die IPPNW, den Brief nicht nur mit ihm, sondern über alle möglichen Kanäle mit der gesamten Welt zu teilen. Er habe das Gefühl, dass der Aktivismus für atomare Abrüstung in letzter Zeit nur wenig spürbar sei, wobei er unseren Drang zum Aktivismus lobe. Dennoch brauche es eine größere Bewegung, ein stärkeres Netz und eine größere Resonanz, um sich Gehör bei den richtigen Adressen zu verschaffen.
Die dargelegten Forderungen werden nun als formelles Positionspapier an die österreichische Delegation sowie an internationale Partnernetzwerke übermittelt, um den Druck auf die P-5 Staaten im Vorfeld des Aprils zu erhöhen.

Friedensnobelpreis für IPPNW
While the abolition of nuclear weapons is IPPNW’s highest priority, IPPNW recognizes that militarism and war rob both rich and poor societies of resources to protect and promote health. For this reason, IPPNW addresses the inter-related issues of landmines, small arms and light weapons, developing world debt, and chemical and biological weapons.
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