Liebe Interessierte,

hiermit laden wir euch ganz herzlich zu unserem nächsten Jour Fixe ein, der als Hybridveranstaltung in Wien und online stattfinden wird.

Bei diesem Jour Fixe wird die Planung eines Europäischen IPPNW Treffen in Wien
im Vordergrund stehen – wir freuen uns auf Eure Ideen und euer Engagement dafür!

Anmeldung bitte unter secretary@ippnw.at (Adresse bzw. Online-Link werden anschließend zugesendet)


Tagesordnung:

Einladung Konferenz „Peace in a Changing International“ des Graz Peace Dialogue 2026 (Text: unten)
Einladung Konferenz: „Bedrängnis und Zuversicht der Solidarwerkstatt Österreich 4.-7. Juni und Einladung Symposion Ruth Cohn „Friedensperspektiven“ 19.-21. Juni Deutschland (Ausdrucke)
Gespräch mit Ambassador Viet (Anisa und Klaus), NPT, TPNW Konferenz im Herbst
Berichte Studierende: Instagram Account, Praktikant Maximilian,
Studierendentreffen und Studierendenaktion am 28.4., Bericht ESR Oliver
Teilnahme an Veranstaltungen
Sammeln von Artikeln für die nächste OMEGA News: Bericht Anisa Gespräch Ambassador Viet
Allfälliges
Besprechung , Terminfindung und Rollenverteilung: IPPNW European
Conference in Wien Anfang 2027


Wir freuen uns sehr auf ein persönliches Wiedersehen/Kennenlernen! Wenn
persönlich kommen nicht möglich ist – gerne auch online teilnehmen!

Für die IPPNW Michael Schober und Christoph Müller





Einladung Konferenz „Peace in a Changing International“

hiermit möchten wir Sie herzlich zur Konferenz „Sustaining Peace in a
Changing International Environment“; des Graz Peace Dialogue 2026 einladen.
Die Konferenz findet am 16. und 17. November 2026 in Graz statt.

Die Konferenz bringt hochkarätige Wissenschaftler:innen aus den
Internationalen Beziehungen zusammen. Darüber hinaus freuen wir uns,
zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und öffentlichem Leben begrüßen zu
dürfen, darunter die Bundesministerin für Wissenschaft, den Rektor der
Universität Graz sowie die Bürgermeisterin der Stadt Graz. Ergänzt wird das
Programm durch eine begleitende Kunstaustellung zu Krieg & Frieden.

Neben dem wissenschaftlichen Austausch ist es uns ein zentrales Anliegen,
Räume für Vernetzung und Kooperation zu schaffen. In diesem Zusammenhang
möchten wir Sie einladen, Teil unserer „Agora“ zu werden.

Die Agora bietet Ihnen die Möglichkeit:
1) einen eigenen Stand zu gestalten
2) Ihr Banner zu präsentieren
3) Materialien wie Broschüren, Bücher und Informationsangebote auszulegen
4) Ihre Arbeit aktiv Studierenden und einem breiten Fachpublikum
vorzustellen
5) sich mit anderen Organisationen, Initiativen und Institutionen
auszutauschen

Ziel ist es, über den akademischen Diskurs hinaus eine Plattform zu
schaffen, die Begegnung, Dialog und langfristige Kooperationen fördert.
Wir würden uns sehr freuen, Sie als Teil der Agora begrüßen zu dürfen und
gemeinsam den Graz Peace Dialogue 2026 zu einem Ort lebendiger Vernetzung zu
machen.

Für Rückfragen sowie zur Anmeldung stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur
Verfügung.Mit lieben Grüßen,
Maximilian Lakitsch, Kathrin Maderbacher & Josef

Univ.-Ass. Josef Mühlbauer BA BA MA
Universitätsassistent | University Assistent Institut für
Rechtswissenschaftliche Grundlagen| Global Governance Universität Graz |
University of Graz Universitätsplatz 3, 8010 Graz
Web: uni-graz.at

Anisa Özsatmaz, Medizinstudentin und Klaus Renoldner, eh. Vorsitzender der IPPNW Österreich hatten nach einem persönlichen Treffen mit Botschafter Viet im Herbst nun die Möglichkeit, ihn erneut zu treffen. Beim Online Termin am 19. März konnten sie ein Schreiben aller IPPNW Sektionen übergeben. 

Angesichts der bevorstehenden 11. Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrages in New York und im Rahmen der kontinuierlichen Bemühungen der IPPNW um atomare Abrüstung und die Gefahren eines Atomkrieges, fand die Vorstellung dieses Position-Papers vor Ambassador Viet statt. In einer Zeit, in der das Vertrauen in die nukleare Abrüstung durch das Auslaufen von New START und zunehmende geopolitische Spannungen (Iran- und Ukraine Krieg) massiv unter Druck steht, ist die Einbringung der humanitären Perspektive dringender denn je.

Die Kernpunkte der Forderungen wurden besprochen, nämlich:

  • Die Humanitarian Impacts of Nuclear Weapons (HINW) wie auch das wegweisende Ergebnis der Konferenz von 2010 sollen von den Vertragsstaaten bekräftigt werden.
  • Wir appellierten an die Vertragsstaaten, Praktiken wie das „Nuclear Sharing“, die Stationierung fremder Arsenale sowie die fortgesetzte Reinvestition in nukleäre Waffensysteme kritisch zu hinterfragen und abzulehnen.
  • Die IPPNW forderte im Lichte der rasanten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz eine strikte Trennung von KI und sämtlichen Bereichen der nuklearen Befehls- und Überwachungsstrukturen.
  • Die Vertragsstaaten sollen den 2021 in Kraft getretenen Vertrag zum Verbot von nuklearen Waffen (TPNW) anerkennen und sich mit diesem beschäftigen. Alle NPT Vertragsstaaten sollten beim nächsten TPNW RevCon (30. November – 4.Dezember in NYC) teilnehmen und den Vertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt unterzeichnen.
  • Es bedarf konkreter, zeitlich festgesetzter Abrüstungsmaßnahmen der P-5, um die Glaubwürdigkeit des NPT als Mittel zur dauerhaften Friedenssicherung zu retten.

Die Studentenvertreterin Anisa betonte im Gespräch, dass die jüngeren Generationen jegliche Folgen eines Atomkrieges nicht nur ertragen, sondern auch mit sich tragen werden. Besonders junge Menschen im Gesundheitssystem werden bei einem Konflikt an vorderster Front stehen, weshalb die Unfähigkeit von globalen Gesundheitseinrichtungen, auf einen nuklearen Konflikt zu reagieren diskutiert werden muss. Abrüstung ist eine Public Health – Notwendigkeit, somit ein grundlegendes Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung.

Der Ambassador ermutigte die IPPNW, den Brief nicht nur mit ihm, sondern über alle möglichen Kanäle mit der gesamten Welt zu teilen. Er habe das Gefühl, dass der Aktivismus für atomare Abrüstung in letzter Zeit nur wenig spürbar sei, wobei er unseren Drang zum Aktivismus lobe. Dennoch brauche es eine größere Bewegung, ein stärkeres Netz und eine größere Resonanz, um sich Gehör bei den richtigen Adressen zu verschaffen.

Die dargelegten Forderungen werden nun als formelles Positionspapier an die österreichische Delegation sowie an internationale Partnernetzwerke übermittelt, um den Druck auf die P-5 Staaten im Vorfeld des Aprils zu erhöhen.

NEW START VERTRAG

 

New START-Vertrag (Strategic Arms Reduction Treaty – Vertrag zur Verringerung der strategischen Nuklearwaffen der USA und Russlands) auch Prague Treaty genannt.

 

Dieser Vertrag ist das Nachfolge-Abkommen zum START-I-Vertrag bzw. zur Zwischenlösung SORT (Strategic Offensive Reductions Treaty) von 2002. SORT enthielt aber keine Verifikationsbestimmungen. Der START-I-Vertrag lief am 4.12.2009 aus. New START wurde am 26. März 2010 bekannt, die Unterzeichnung war am 8. April 2010 in Prag und nach der Ratifizierung trat das Abkommen am 5. Februar 2011 in Kraft.

 

Die 16 Artikel beschreiben die Reduktionen und die Überpüfungsmöglichkeiten.

 

Die Atomsprengköpfe auf strategischen Trägersystemen (Interkontinentalraketen, Langstreckenraketen auf U-Booten und Langstreckenbomber werden auf je 1.550 Stück verringert.

 

Die Zahl der vorher genannten stationierten und nicht stationierten Waffensysteme wird je Land auf 800 Stück, davon maximal 700 als stationiert, begrenzt.

 

Sieben Jahre nach Inkrafttreten (2018) müssen diese Zahlen erreicht werden, was bereits am 5. Februar 2018 der Fall war.

 

Die Vertragsdauer ist mit zehn Jahre festgesetzt und kann um fünf Jahre verlängert werden.

 

Einige der Verifikationsmechanismen:

 

1) 18 Vor-Ort-Inspektionen pro Jahr

2) ein Datenaustausch zweimal in Jahr

3) regelmäßiger Austausch von telemetrischen Informationen

4) Benachrichtigung über den Status der stationierten und nicht-stationierten Trägersysteme bzw. Neustationierung oder Abzug

5) Deklaration und Präsentation aller neuen Typen von vertragsrelevanten Systemen

6) Vorankündigung wichtiger strategischer Übungen mit Einbindung vertragsrelevanter Systemen

7) Mitteilung über die Beseitigung von vertraglich erfasster Systemen oder die Umwandlung in einen nichtnuklearen Zustand.

8) Einrichtung einer Bilateralen Konsultativen Kommission, die sich zweimal im Jahr trifft (wurde zu COVID-Zeiten 2020 ausgesetzt)

9) Benachrichtigung vor allen Raketenstarts vertragsrelevanter Systemen

10) der Einsatz nationaler technischer Verifikationsmittel (Satelliten) in einer Weise, die mit dem Völkerrecht vereinbar ist, wird erlaubt, diesbezügliche Verschleierungsmaßnahmen werden verboten

 

Der Verlauf des Vertrages

 

Neben der Reduzierung atomarer Waffen werden „die durch die Umsetzung des Vertrages bereitgestellten Informationen dazu beitragen, das Risiko strategischer Überraschungen, mögliches Misstrauen und Fehleinschätzungen, zu verringert“ (Zitat US-Außenministerium).

 

Es fanden 328 Vor-Ort-Inspektionen statt, 25.449 Notifikationen wurden ausgetauscht, 19 Sitzungen der Beratungskommission abgehalten und 42 halbjährliche Datenaustausche über strategische Offensivwaffen durchgeführt.

 

Da die Vertragsdauer mit zehn Jahren begrenzt war, müsste das Abkommen am 5. Februar 2021 auslaufen. Die US-Präsidentschaft Trump I wollte Neuverhandlungen des Vertrags unter Einbeziehung Chinas, was von dort mit dem Hinweis auf die gravierenden Unterschiede in der Anzahl der Atomsprengköpfe, abgelehnt wurde. Im Oktober 2020 bot der russische Präsident Putin eine Verlängerung ohne Bedingungen um ein Jahr an, was wiederum von Trump unter Hinweis auf das Chinathema abgelehnt wurde. Der Wahlsieg Bidens in den USA führte am 26. Jänner 2021 zu einer Einigung über eine Verlängerung um weitere fünf Jahre.

 

Auf Grund der US-Sanktionen wegen des Ukrainekrieges setze Putin im August 2022 die Waffeninspektionen aus und im November auch die weiteren Gespräche zu den Inspektionen. Im Februar 2023 verkündete Putin, Russland würde das Abkommen nicht aufkündigen aber insgesamt aussetzen. Vor dem drohenden Auslaufen am 5. Februar 2026 bot Präsident Putin am 22. September 2025 an, dass sich Russland an zentralen Beschränkungen des Vertrages halten würde, wenn die USA „in ähnlichem Sinne“ handeln. Ein geplantes Abwehrsystem der USA durch weltraumgestützte Raketen würde das Angebot zunichte machen. Eine klare Zusage der USA fehlt bis heute.

 

Ein Auslaufen des New START-Vertrages ohne geeignetem Nachfolgeabkommen könnte zu einer Eskalation des nuklearen Wettrüsten auch durch weitere Staaten führen.

 

Quelle: IPPNW-Deutschland

Zusammenstellung: Red.

 

 

The International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW) unequivocally condemns the attack on Iran by the United States and Israel and calls on them to cease immediately all further use of force and to return to the negotiating table.

 

The unprovoked strikes, ostensibly to stop Iran from acquiring nuclear weapons and the ballistic missiles capable of delivering a nuclear warhead, are incredibly dangerous and counterproductive. The conflict threatens the lives of large numbers of civilians in Iran and Israel. Attacking Iranian facilities could cause widespread devastation and significant releases of radioactivity. And the situation could escalate into a regional war and ultimately lead to the use of nuclear weapons — the very thing the world most needs to prevent.

 

For decades, the US and Israel have rejected multiple opportunities to seek a peaceful resolution to the legitimate concerns that Iran may be developing a nuclear weapons capability to counter Israel’s illegal clandestine possession of nuclear weapons. This has included refusal of multiple attempts by the United Nations and States Parties to the Nuclear Non-Proliferation Treaty (NPT) to negotiate a Middle East Nuclear Weapon Free Zone. During his first term, US President Trump summarily abandoned the Iran Nuclear Deal negotiated in 2015 that had successfully contained Iran’s nuclear program.

 

Omani Foreign Minister Badr Albusaidi, who had been mediating the current round of negotiations between the U.S. and Iran condemned the attacks saying, “Active and serious negotiations have, once again, been undermined. Neither the interests of the United States nor the cause or world peace are served.”

 

There is no military solution to the problem of nuclear weapons proliferation anywhere in the world, particularly in the Middle East. The need for regional and international efforts to negotiate a nuclear-weapons-free Middle East have never been more urgent. The only way to prevent the further spread of nuclear weapons – and to ensure that nuclear weapons are never used again – is for all nations to join the UN Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons (TPNW) that will eliminate all existing nuclear weapons and prevent all states from acquiring or reacquiring them in the future.

 

Read the Statement

Soeben – zum Auslaufen des START Vertrages, welcher Russland und die USA zur Begrenzung des nuklearen Arsenals verpflichtet hat – hat die Eu Kommission die Parlamentarische Anfrage, welche von der IPPNW Österreich iniitiert wurde, beantwortet. Die EU halte sich weiterhin an das Prinzip, dass keine Waffen ohne menschliche Freigabe – vor allem keine Massenvernichtungswaffen – eingesetzt werden sollen. Aber uns ist das zu wenig: Das würde bedeuten, dass (zb bei Überschallraketen) nur wenige Sekunden für eine Entscheidung zur Verfügung stünden. Abrüstung, Neutrale Zonen ohne Nuklearwaffen, „No First Use“ Verpflichtungen und weitere Reglementierungen bei KI in Nuklearwaffensystemen sind als erste weitere Schritte nötig!

Text der Anfrage an die EU Kommission sowie die Beantwortung sind hier zum Download.

 

Parlamentarische Anfrage KI und Atomwaffen EU 2025

 

Beantwortete parlamantarische Anfrage Ki Atomwaffen Eu 2026

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AUSSERDEM: Safe the Date: Am 24.2.26 um 18:00 ist wieder IPPNW Jour Fixe! Er wird hybrid stattfinden: In Wien ( Location folgt) sowie online!

Liebe Mitglieder und Interessierte! am 11.12.2025 um 19:30 Uhr findet unser nächster Online-Jour Fixe statt, wozu wir euch alle herzlich einladen. Falls ihr  teilnehmen möchtet und den Link noch nicht per Mail erhalten habt, meldet euch gerne unter secretary@ippnw.at, dann sende ich den Teilnahmelink per Mail zu. Liebe Grüße und bis dann, Christoph (Schriftführer)   […]