NEW START VERTRAG

 

New START-Vertrag (Strategic Arms Reduction Treaty – Vertrag zur Verringerung der strategischen Nuklearwaffen der USA und Russlands) auch Prague Treaty genannt.

 

Dieser Vertrag ist das Nachfolge-Abkommen zum START-I-Vertrag bzw. zur Zwischenlösung SORT (Strategic Offensive Reductions Treaty) von 2002. SORT enthielt aber keine Verifikationsbestimmungen. Der START-I-Vertrag lief am 4.12.2009 aus. New START wurde am 26. März 2010 bekannt, die Unterzeichnung war am 8. April 2010 in Prag und nach der Ratifizierung trat das Abkommen am 5. Februar 2011 in Kraft.

 

Die 16 Artikel beschreiben die Reduktionen und die Überpüfungsmöglichkeiten.

 

Die Atomsprengköpfe auf strategischen Trägersystemen (Interkontinentalraketen, Langstreckenraketen auf U-Booten und Langstreckenbomber werden auf je 1.550 Stück verringert.

 

Die Zahl der vorher genannten stationierten und nicht stationierten Waffensysteme wird je Land auf 800 Stück, davon maximal 700 als stationiert, begrenzt.

 

Sieben Jahre nach Inkrafttreten (2018) müssen diese Zahlen erreicht werden, was bereits am 5. Februar 2018 der Fall war.

 

Die Vertragsdauer ist mit zehn Jahre festgesetzt und kann um fünf Jahre verlängert werden.

 

Einige der Verifikationsmechanismen:

 

1) 18 Vor-Ort-Inspektionen pro Jahr

2) ein Datenaustausch zweimal in Jahr

3) regelmäßiger Austausch von telemetrischen Informationen

4) Benachrichtigung über den Status der stationierten und nicht-stationierten Trägersysteme bzw. Neustationierung oder Abzug

5) Deklaration und Präsentation aller neuen Typen von vertragsrelevanten Systemen

6) Vorankündigung wichtiger strategischer Übungen mit Einbindung vertragsrelevanter Systemen

7) Mitteilung über die Beseitigung von vertraglich erfasster Systemen oder die Umwandlung in einen nichtnuklearen Zustand.

8) Einrichtung einer Bilateralen Konsultativen Kommission, die sich zweimal im Jahr trifft (wurde zu COVID-Zeiten 2020 ausgesetzt)

9) Benachrichtigung vor allen Raketenstarts vertragsrelevanter Systemen

10) der Einsatz nationaler technischer Verifikationsmittel (Satelliten) in einer Weise, die mit dem Völkerrecht vereinbar ist, wird erlaubt, diesbezügliche Verschleierungsmaßnahmen werden verboten

 

Der Verlauf des Vertrages

 

Neben der Reduzierung atomarer Waffen werden „die durch die Umsetzung des Vertrages bereitgestellten Informationen dazu beitragen, das Risiko strategischer Überraschungen, mögliches Misstrauen und Fehleinschätzungen, zu verringert“ (Zitat US-Außenministerium).

 

Es fanden 328 Vor-Ort-Inspektionen statt, 25.449 Notifikationen wurden ausgetauscht, 19 Sitzungen der Beratungskommission abgehalten und 42 halbjährliche Datenaustausche über strategische Offensivwaffen durchgeführt.

 

Da die Vertragsdauer mit zehn Jahren begrenzt war, müsste das Abkommen am 5. Februar 2021 auslaufen. Die US-Präsidentschaft Trump I wollte Neuverhandlungen des Vertrags unter Einbeziehung Chinas, was von dort mit dem Hinweis auf die gravierenden Unterschiede in der Anzahl der Atomsprengköpfe, abgelehnt wurde. Im Oktober 2020 bot der russische Präsident Putin eine Verlängerung ohne Bedingungen um ein Jahr an, was wiederum von Trump unter Hinweis auf das Chinathema abgelehnt wurde. Der Wahlsieg Bidens in den USA führte am 26. Jänner 2021 zu einer Einigung über eine Verlängerung um weitere fünf Jahre.

 

Auf Grund der US-Sanktionen wegen des Ukrainekrieges setze Putin im August 2022 die Waffeninspektionen aus und im November auch die weiteren Gespräche zu den Inspektionen. Im Februar 2023 verkündete Putin, Russland würde das Abkommen nicht aufkündigen aber insgesamt aussetzen. Vor dem drohenden Auslaufen am 5. Februar 2026 bot Präsident Putin am 22. September 2025 an, dass sich Russland an zentralen Beschränkungen des Vertrages halten würde, wenn die USA „in ähnlichem Sinne“ handeln. Ein geplantes Abwehrsystem der USA durch weltraumgestützte Raketen würde das Angebot zunichte machen. Eine klare Zusage der USA fehlt bis heute.

 

Ein Auslaufen des New START-Vertrages ohne geeignetem Nachfolgeabkommen könnte zu einer Eskalation des nuklearen Wettrüsten auch durch weitere Staaten führen.

 

Quelle: IPPNW-Deutschland

Zusammenstellung: Red.

 

 

The International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW) unequivocally condemns the attack on Iran by the United States and Israel and calls on them to cease immediately all further use of force and to return to the negotiating table.

 

The unprovoked strikes, ostensibly to stop Iran from acquiring nuclear weapons and the ballistic missiles capable of delivering a nuclear warhead, are incredibly dangerous and counterproductive. The conflict threatens the lives of large numbers of civilians in Iran and Israel. Attacking Iranian facilities could cause widespread devastation and significant releases of radioactivity. And the situation could escalate into a regional war and ultimately lead to the use of nuclear weapons — the very thing the world most needs to prevent.

 

For decades, the US and Israel have rejected multiple opportunities to seek a peaceful resolution to the legitimate concerns that Iran may be developing a nuclear weapons capability to counter Israel’s illegal clandestine possession of nuclear weapons. This has included refusal of multiple attempts by the United Nations and States Parties to the Nuclear Non-Proliferation Treaty (NPT) to negotiate a Middle East Nuclear Weapon Free Zone. During his first term, US President Trump summarily abandoned the Iran Nuclear Deal negotiated in 2015 that had successfully contained Iran’s nuclear program.

 

Omani Foreign Minister Badr Albusaidi, who had been mediating the current round of negotiations between the U.S. and Iran condemned the attacks saying, “Active and serious negotiations have, once again, been undermined. Neither the interests of the United States nor the cause or world peace are served.”

 

There is no military solution to the problem of nuclear weapons proliferation anywhere in the world, particularly in the Middle East. The need for regional and international efforts to negotiate a nuclear-weapons-free Middle East have never been more urgent. The only way to prevent the further spread of nuclear weapons – and to ensure that nuclear weapons are never used again – is for all nations to join the UN Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons (TPNW) that will eliminate all existing nuclear weapons and prevent all states from acquiring or reacquiring them in the future.

 

Read the Statement

Soeben – zum Auslaufen des START Vertrages, welcher Russland und die USA zur Begrenzung des nuklearen Arsenals verpflichtet hat – hat die Eu Kommission die Parlamentarische Anfrage, welche von der IPPNW Österreich iniitiert wurde, beantwortet. Die EU halte sich weiterhin an das Prinzip, dass keine Waffen ohne menschliche Freigabe – vor allem keine Massenvernichtungswaffen – eingesetzt werden sollen. Aber uns ist das zu wenig: Das würde bedeuten, dass (zb bei Überschallraketen) nur wenige Sekunden für eine Entscheidung zur Verfügung stünden. Abrüstung, Neutrale Zonen ohne Nuklearwaffen, „No First Use“ Verpflichtungen und weitere Reglementierungen bei KI in Nuklearwaffensystemen sind als erste weitere Schritte nötig!

Text der Anfrage an die EU Kommission sowie die Beantwortung sind hier zum Download.

 

Parlamentarische Anfrage KI und Atomwaffen EU 2025

 

Beantwortete parlamantarische Anfrage Ki Atomwaffen Eu 2026

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AUSSERDEM: Safe the Date: Am 24.2.26 um 18:00 ist wieder IPPNW Jour Fixe! Er wird hybrid stattfinden: In Wien ( Location folgt) sowie online!

Liebe Mitglieder und Interessierte! am 11.12.2025 um 19:30 Uhr findet unser nächster Online-Jour Fixe statt, wozu wir euch alle herzlich einladen. Falls ihr  teilnehmen möchtet und den Link noch nicht per Mail erhalten habt, meldet euch gerne unter secretary@ippnw.at, dann sende ich den Teilnahmelink per Mail zu. Liebe Grüße und bis dann, Christoph (Schriftführer)   […]

Liebe Kolleginnen und Kollegen – Liebe Interessierte!

Am 21.Oktober 2025 um 19:30 findet der nächste Jour Fixe der IPPNW Österreich im online- Format statt!

Besonders interessant werden die Berichte unsrer Studierenden sein, die derzeit in Japan bei der Friedensradtour und dem Weltkongress der IPPNW sind!

Alle, die Interesse haben, bitte unter secretary@ippnw.at zum Jour FIxe anmelden – euch wird dann der Zugangslink zugesandt!

 

Michael Schober für die IPPNW

 

Heuer jähren sich die Atomaren Katastrophen mit Hunderttausenden Toten zum 80. Mal. Die IPPNW war mit zwei Ansprachen beim Hiroshima Gedenktag am Wiener Stephansplatz durch Dr. Isabel Stietencron und Cand. Med. Magdalena Leithner vertreten.

Ausserdem wurden in der Zeitung „Die Furche“ sowie in den OÖ TIPS zwei Berichte der IPPNW zu diesem Thema veröffentlicht:

https://www.tips.at/nachrichten/rohrbach/land-leute/692229-aerzte-im-einsatz-gegen-atomwaffen-nach-einer-atombombe-gibt-es-keine-behandlung-da-hilft-nur-praevention

https://www.furche.at/politik-international/80-jahre-nach-hiroshima-sicherheit-durch-abschreckung-16395629

Wir möchten zum Anlass des 80. Jahrestags der Atombombendetonationen in Hiroshima und Nagasaki zu folgender Veranstaltung einladen:

Gedenkfeier zum Jahrestag der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki

Wo : Stephansplatz Wien

Wann: Mittwoch 6. August um 17:30

Neben dem Roten Kreuz und anderen Internationalen Organisationen wird auch die IPPNW Österreich eine Gedenkrede dort einbringen: Klaus Renoldner, Isabel Stietencron und Magdalena Leithner werden die Ansprache für unsre Organisation halten.

Wir freuen uns über rege Teilnahme!

 

Michael Schober für die IPPNW